Win11 - Windows Update Management

Mit dem Windows Update Management in Windows 11 steuerst du, wie Updates heruntergeladen, installiert und neu gestartet werden. In dieser Anleitung konfigurierst du die Update-Richtlinien über die lokale Gruppenrichtlinie und überprüfst den Update-Status zusätzlich mit PowerShell.

Ziel dieser Anleitung: Automatische Updates sollen heruntergeladen, aber manuell installiert werden. Neustarts sollen nur außerhalb der Arbeitszeit erfolgen und Benutzer sollen 15 Minuten vor einem Neustart benachrichtigt werden.

1. Windows Update-Verhalten über Gruppenrichtlinien konfigurieren

Öffne zunächst den Editor für lokale Gruppenrichtlinien:

gpedit.msc

Wechsle anschließend zu folgendem Pfad:

Computerkonfiguration
→ Administrative Vorlagen
→ Windows-Komponenten
→ Windows Update
→ Endbenutzererfahrung verwalten

1.1 Automatische Updates konfigurieren

Öffne die Richtlinie Automatische Updates konfigurieren und setze sie auf Aktiviert.

Wähle danach die passende Option:

Hinweis: Je nach Windows 11 Version kann die genaue Bezeichnung der Auswahl leicht abweichen. Entscheidend ist, dass Updates automatisch geladen, aber nicht sofort ohne Kontrolle installiert werden.

1.2 Neustart nur außerhalb der Arbeitszeit zulassen

Konfiguriere die aktiven Stunden so, dass automatische Neustarts nur außerhalb der Arbeitszeit erlaubt sind.

Dazu verwendest du die Richtlinie:

Automatische Neustarts für Updates während der aktiven Stunden deaktivieren

Setze die aktiven Stunden auf:

Damit sind automatische Neustarts nur außerhalb dieses Zeitfensters möglich, also zwischen 18:00 und 08:00.

1.3 Benachrichtigung vor Neustart konfigurieren

Öffne die Richtlinie zur Benachrichtigung vor einem erforderlichen Neustart und setze den Wert auf 15 Minuten.

Je nach Build kann diese Richtlinie beispielsweise heißen:

Ergebnis: Der Benutzer erhält vor dem automatischen Neustart eine Vorwarnung von 15 Minuten.

2. Richtlinien übernehmen

Nachdem die Einstellungen gesetzt wurden, aktualisierst du die Gruppenrichtlinien mit folgendem Befehl:

gpupdate /force

Alternativ kann das System auch neu gestartet werden.

3. Update-Status mit PowerShell überprüfen

Öffne PowerShell mit administrativen Rechten und führe folgenden Befehl aus:

Get-HotFix | Sort-Object InstalledOn -Descending |
Export-Csv C:\Doku\hotfixes.csv -NoTypeInformation

Dieser Befehl listet alle installierten Hotfixes auf, sortiert sie nach Installationsdatum und exportiert die Daten in eine CSV-Datei.

Tipp: Falls der Ordner C:\Doku noch nicht existiert, muss er vorher erstellt werden.
New-Item -Path C:\Doku -ItemType Directory

4. Bericht über Updates der letzten 30 Tage erstellen

Wenn ein Bericht über die Updates der letzten 30 Tage benötigt wird, kannst du die Hotfix-Liste zusätzlich filtern:

$datum = (Get-Date).AddDays(-30)

Get-HotFix |
Where-Object { $_.InstalledOn -ge $datum } |
Sort-Object InstalledOn -Descending |
Export-Csv C:\Doku\hotfixes-letzte-30-tage.csv -NoTypeInformation

Damit erhältst du eine separate CSV-Datei nur mit den Updates der letzten 30 Tage.

5. Kontrolle der Einstellungen

Zur Dokumentation solltest du folgende Nachweise erstellen:

6. Zusammenfassung der geforderten Konfiguration

Einstellung Wert
Automatische Updates Herunterladen, aber manuell installieren
Arbeitszeit 08:00 bis 18:00 Uhr
Neustarts erlaubt Nur außerhalb der Arbeitszeit
Benachrichtigung vor Neustart 15 Minuten
Update-Bericht CSV-Export per PowerShell

7. Fazit

Mit dieser Konfiguration bleibt Windows 11 updatefähig, ohne den Arbeitsbetrieb unnötig zu stören. Updates werden automatisch vorbereitet, Neustarts bleiben kontrollierbar und der Status der installierten Updates kann sauber per PowerShell dokumentiert werden.