In dieser Anleitung wird eine Synology DS220+ vorbereitet, installiert und für Benutzerfreigaben, Web Station, persönliche Webseiten und Windows-Netzlaufwerke eingerichtet. Zusätzlich wird der PC passend für die Einrichtung vorbereitet.
NASxx.lap erreichbar sein, eine feste IP-Adresse verwenden, Benutzerordner bereitstellen und für zwei Windows-Benutzer automatisch Netzlaufwerke verbinden.
| Bereich | Wert |
|---|---|
| PC-Hostname | F205xx |
| PC-IP-Adresse | 10.2.205.xx/24 |
| Gateway | 10.2.205.254 |
| DNS | 10.96.28.35 |
| NAS-Hostname | NASxx |
| NAS-Adresse im Browser | http://NASxx.lap |
| NAS-Modell | Synology DS220+ |
xx immer durch deine eigene Nummer. Wird eine falsche Nummer verwendet, kann es zu IP-Konflikten oder falschen Namenseinträgen kommen.
Konfiguriere den PC zunächst mit Hostname, IP-Adresse, Gateway und DNS-Server.
F205xx ein.| Feld | Eintrag |
|---|---|
| IP-Adresse | 10.2.205.xx |
| Subnetzmaske | 255.255.255.0 |
| Gateway | 10.2.205.254 |
| DNS-Server | 10.96.28.35 |
/24 bedeutet, dass die ersten 24 Bit der Adresse das Netzwerk beschreiben. Das entspricht der Subnetzmaske 255.255.255.0. In diesem Netz können Geräte mit Adressen wie 10.2.205.1 bis 10.2.205.254 miteinander kommunizieren.
10.0.0.0 bis 10.255.255.255 ist ein privater IPv4-Adressbereich. Solche Adressen werden in internen Netzwerken verwendet und sind nicht direkt aus dem Internet erreichbar.
| Protokoll | Bedeutung |
|---|---|
| IPv4 | Verwendet Adressen wie 10.2.205.xx. Dieses Format wird in vielen lokalen Netzwerken weiterhin sehr häufig genutzt. |
| IPv6 | Verwendet längere Adressen wie 2001:db8::1. IPv6 wurde entwickelt, weil IPv4-Adressen weltweit knapp wurden. |
Bevor DSM installiert wird, müssen die SSDs vorbereitet und die Synology DS220+ korrekt angeschlossen werden.
C:\LAP\NAS.Vergib der Synology DS220+ nach der DSM-Installation eine feste IP-Adresse im Bereich 10.2.205.xx. Dadurch bleibt das NAS im Netzwerk immer unter derselben Adresse erreichbar.
Damit das NAS im Browser über http://NASxx.lap erreichbar ist, wird ein Eintrag in der Windows-Datei hosts erstellt.
Öffne im Editor folgende Datei:
C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts
Falls die Datei nicht angezeigt wird, stelle unten rechts im Öffnen-Dialog von Textdateien auf Alle Dateien um.
Füge am Ende der Datei einen Eintrag für dein NAS ein:
10.2.205.xx NASxx.lap
Speichere die Datei anschließend.
hosts ist eine lokale Namensliste auf dem PC. Windows prüft diese Datei, bevor ein DNS-Server gefragt wird. Dadurch kann NASxx.lap direkt auf die IP-Adresse deines NAS zeigen.
Öffne einen Browser und rufe folgende Adresse auf:
http://NASxx.lap
Wenn die hosts-Datei korrekt ist und das NAS erreichbar ist, öffnet sich die DSM-Oberfläche.
Optional kannst du die Verbindung in der Eingabeaufforderung testen:
ping NASxx.lap
Nach der Grundinstallation werden Speicher, DSM-Paketzentrum, Benutzer und Freigaben eingerichtet.
Erstelle zwei Benutzer:
| Benutzer | Zweck |
|---|---|
test1 |
Benutzer mit Zugriff auf share, projects und den eigenen Home-Ordner. |
test2 |
Benutzer mit Zugriff auf share und den eigenen Home-Ordner. |
share.test1 und test2 Lese- und Schreibrechte auf share.projects.test1 Lese- und Schreibrechte auf projects.| Ordner | test1 | test2 |
|---|---|---|
share |
Lesen/Schreiben | Lesen/Schreiben |
projects |
Lesen/Schreiben | Kein Zugriff |
www ihres Home-Verzeichnisses ablegen.
Erstelle unter Windows zwei lokale Benutzer mit den Namen test1 und test2. Beide Benutzer dürfen keine Administratorrechte besitzen.
test1 und test2.Für jeden Windows-Benutzer werden die passenden NAS-Freigaben als Netzlaufwerke verbunden. Die Laufwerke sollen beim Login automatisch wieder verbunden werden.
| Laufwerk | Pfad | Hinweis |
|---|---|---|
Q: |
\\NASxx.lap\share |
Gemeinsamer Ordner für beide Benutzer. |
P: |
\\NASxx.lap\projects |
Nur für test1. Für diesen Ordner Windows Offline-Dateien aktivieren. |
H: |
\\NASxx.lap\home |
Persönlicher Home-Ordner von test1. |
| Laufwerk | Pfad | Hinweis |
|---|---|---|
Q: |
\\NASxx.lap\share |
Gemeinsamer Ordner für beide Benutzer. |
H: |
\\NASxx.lap\home |
Persönlicher Home-Ordner von test2. |
Melde dich als jeweiliger Benutzer an und verbinde die Laufwerke mit folgenden Befehlen.
Für test1:
net use Q: \\NASxx.lap\share /persistent:yes
net use P: \\NASxx.lap\projects /persistent:yes
net use H: \\NASxx.lap\home /persistent:yes
Für test2:
net use Q: \\NASxx.lap\share /persistent:yes
net use H: \\NASxx.lap\home /persistent:yes
/persistent:yes sorgt dafür, dass Windows die Netzlaufwerke beim nächsten Login automatisch wieder verbindet.
Für den Benutzer test1 soll der Ordner projects als Offline-Datei verfügbar sein.
test1 an.P:.Jeder Benutzer soll in seinem Home-Verzeichnis einen Unterordner www erstellen. Dort wird eine einfache HTML-Datei abgelegt.
test1 an.H:.www.index.html.test2.Beispielinhalt für index.html:
<!DOCTYPE html>
<html lang="de">
<head>
<meta charset="UTF-8">
<title>Testseite</title>
</head>
<body>
<h1>Meine persönliche Webseite</h1>
<p>Diese Seite funktioniert.</p>
</body>
</html>
| Benutzer | Adresse |
|---|---|
test1 |
http://NASxx.lap/~test1/ |
test2 |
http://NASxx.lap/~test2/ |
Prüfe zum Abschluss alle wichtigen Funktionen.
F205xx.10.2.205.xx/24.http://NASxx.lap erreichbar.test1 und test2 existieren auf NAS und Windows.test1 hat Zugriff auf share, projects und home.test2 hat Zugriff auf share und home.test1 sind Offline-Dateien für projects aktiviert.http://NASxx.lap/~test1/ und http://NASxx.lap/~test2/ erreichbar.| Problem | Mögliche Ursache | Lösung |
|---|---|---|
NASxx.lap öffnet nicht |
hosts-Eintrag fehlt oder IP-Adresse falsch | hosts-Datei prüfen und IP-Adresse per ping testen. |
| Netzlaufwerk verbindet nicht | Benutzerrechte auf der NAS-Freigabe fehlen | Berechtigungen für share, projects oder home prüfen. |
| Webseite wird nicht angezeigt | Web Station, Apache oder persönliche Webseiten nicht aktiv | Pakete und Web Station Einstellungen prüfen. |
| IP-Konflikt im Netzwerk | Dieselbe IP-Adresse wird mehrfach verwendet | Netzplan kontrollieren und eindeutige IP-Adressen vergeben. |
Die Synology DS220+ ist nun vorbereitet, mit DSM installiert, über einen festen Namen erreichbar und für Benutzerfreigaben sowie persönliche Webseiten eingerichtet. Durch feste IP-Adresse, hosts-Eintrag und automatische Netzlaufwerke entsteht eine stabile kleine NAS-Landschaft, ordentlich beschriftet statt im Netzwerknebel versteckt.